Glossar

Dies ist eine alphabetische Liste der am häufigsten verwendeten Begriffe.

B

Breitklappenbroschur

Auch als Französische Broschur bekannt. Um einen bedruckten Buchblock wird ein bedruckter Umschlag mit Klappen gelegt.

Buchherstellung

Als Verlagsherstellung, Buchherstellung oder kurz Herstellung bezeichnet man in der Verlagswirtschaft zusammenfassend alle Schritte zur materiellen Produktion eines Verlagsproduktes. Im weiteren Sinne gehören auch Planung, Koordination und Kontrolle des Herstellungsprozesses dazu. Schließlich bezeichnet Herstellung eine Abteilung im Verlag.

C

CMS

Ein CMS (Content Managment Systems, übersetzt etwa Inhaltsverwaltungssystem) ist ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten ermöglicht und organisiert, meist für das WWW. Ein Autor kann ein solches System auch ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse bedienen. Der darzustellende Informationsgehalt wird in diesem Zusammenhang als Content (Inhalt) bezeichnet.

Für Systeme oder Module, die ausschließlich Web-Anwendungen dienen, wird teils der Begriff Web-Content-Management-System oder WCMS benutzt. Damit wird der Unterschied zu jenen Systemen etwa im Verlagsbereich verdeutlicht, die neben dem Web auch andere Ausgabemedien bedienen, etwa Print oder Radio. Web-Content-Management kann auch als eine Komponente im Enterprise-Content-Management gesehen werden.

Besonderer Wert wird bei CMS auf eine medienneutrale Datenhaltung gelegt. So kann ein Inhalt auf Wunsch beispielsweise als PDF- oder als HTML-Dokument abrufbar sein, indem die Formate erst bei der Abfrage aus der Datenbank generiert werden. Je nach Anwendung kann auch eine Rechteverwaltung zum Einsatz kommen.

Eine Anwendung von CMS-Systemen im Medienbereich ist ein Redaktionssystem.

Crossmedia

Der Begriff Crossmedia bezeichnet die Kommunikation über mehrere inhaltlich, gestalterisch und redaktionell verknüpfte Kanäle, die den Nutzer zielgerichtet über die verschiedenen Medien führt und auf einen Rückkanal verweist.

Der Begriff Crossmedia wurde zunächst im Zusammenhang mit Online-Publishing verwendet. Inzwischen wird es von der Medienwirtschaft als Teilkonzept der Cross-Channel Konzeption verwendet. Es findet jedoch auch bei eigentlich konkurrierenden Konzepten wie der integrierten Kommunikation und beim Cross Media Publishing Anwendung.

D

Deckenband

Der Deckenband ist ein Buch, bei dem der Buchblock über den Vorsatz mit einem festen Einband verbunden ist. Gaze und Hülse verstärken den Buchrücken zusätzlich. Oft hat es einen Schutzumschlag.

E

E-Business

E-Business ist die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie.

Englische Broschur

Eine Broschur mit einem unbedruckten Kartonumschlag, um den ein bedruckter Schutzumschlag gelegt ist, der vorn und hinten eingefalzte Klappen aufweist. Am Rücken ist der Schutzumschlag in der Regel am Kartonumschlag angeklebt. Diese etwas aufwändigere Broschurgestaltung findet man bei bibliophileren Werken, Festschriften etc.

F

Flash

Adobe Flash, eine proprietäre Software für die Herstellung und Wiedergabe von interaktiven Animationen für Internet-Seiten.

Französische Broschur

G

Google

Google ist der Name einer bekannten Suchmaschine. Google gilt als Marktführer.

Die Seite ging am 7. September 1998 als Testversion online, seitdem hat sich ihre Oberfläche nur geringfügig verändert. Durch den Erfolg der Suchmaschine konnte das Unternehmen Google Inc. eine Reihe weiterer Programme finanzieren, die über die Google-Seite zu erreichen sind. Die Suche ist nach wie vor der Kernbereich des Google-Geschäftsfelds. Zeitweise verwendete Konkurrent Yahoo die Datenbanken für die eigene Suche.

Grafikdesign

Grafikdesign ist die Gestaltung von visuellen Inhalten in verschiedenen Medien, die durch ihre Darstellung anderen Menschen etwas mitteilen. Dabei kommen vielfältige künstlerische und technische Mittel zum Einsatz.

Der Begriff Grafikdesign wurde von William Addison Dwiggins (* 1880; † 1956) im Jahr 1922 geprägt. Vorher waren Drucker, Typografen, Schriftsetzer, Grafiker und Designer oft ein und die selbe Person. Heute sind Grafik-Design und Visuelle Kommunikation eine Untergruppe des Kommunikationsdesigns.

Grafikdesign ist relativ fest mit den Anforderungen moderner Gesellschaften verankert. Schwerpunkte sind Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kommunikationsaufgaben von Wissenschaft und Kultur. Die Entwicklung des Grafikdesign ist jedoch nicht überall an die Industrielle Revolution gekoppelt. So hatten zum Beispiel in Frankreich soziales und politisches Engagement (nach der Studentenrevolte 1968) und (Plakat-)Kunst einen sehr starken Einfluss (Toulouse-Lautrec, und später auch polnische Plakatgestalter, die in Frankreich arbeiteten).

J

Joomla

Joomla! (engl. dschuumla, seltener auch dt. juumla) ist ein populäres freies Content-Management-System (CMS), das aus dem Open-Source-Projekt Mambo hervorgegangen ist und inzwischen in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen weltweit zum Einsatz kommt.

Joomla ist Freie Software und steht unter der GNU General Public License. Es ist in PHP 5 geschrieben und verwendet MySQL als Datenbank.

K

Korrektorat

Ein Korrektor (lat. corrector: Verbesserer) ist die Person, die Zeitungs- oder Buchseiten vor der Drucklegung auf Fehler bei Rechtschreibung, Grammatik sowie Typografie, eventuell Stil und sachlicher Richtigkeit (jedoch nicht Inhalt) überprüft und bei Bedarf Korrekturen vornimmt. Er gehört verlagstechnisch zum Satz und nicht zur Redaktion.

L

Lektorat

Das Lektorat ist eine Abteilung in einem Verlag oder einer Übersetzungsagentur. Dort arbeiten überwiegend literarische Mitarbeiter, so genannte Lektoren, deren Aufgabe es ist, Texte auf Rechtschreib- und/oder Grammatikfehler zu überprüfen und gegebenenfalls auch stilistisch oder inhaltlich zu verbessern. Als Verlagsabteilung hilft das Lektorat neben der Prüfung von eingehenden Manuskripten auch bei der Zusammenstellung eines Verlagsprogramms und Autorenprogrammen.

M

Marketing

Marketing (engl. marketing: auf den Markt bringen, Vermarktung, deutsch Absatzwesen (veraltet)), bezeichnet die Ausrichtung der Unternehmensentscheidungen am Markt. Also keine Orientierung an unternehmensinternen Gegebenheiten wie Produktionskapazitäten, wie es in der deutschen Nachkriegswirtschaft üblich war.

Unter Marketing werden alle Tätigkeiten wie Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle auf gegenwärtige und zukünftige Absatzmärkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten verstanden. Marketing wird so zur zentralen betriebswirtschaftlichen Funktion in einem marketing-orientierten Unternehmen. Im Marketing-Mix werden die langfristig geplanten Vorgaben in konkrete Aktionen umgesetzt, betreffend Produkt, Preis, Kommunikation und Distribution.

In der Praxis wird Werbung und Public Relations (PR, Öffentlichkeitsarbeit) oft mit \"Marketing\" gleichgesetzt. Auch vertriebliche Aktivitäten werden eleganter mit \"Marketing\" bezeichnet. Aus marketing-theoretischer Sicht werden diese allerdings im Kommunikations- bzw. Distributionsteil des Marketing-Mix eingeordnet.

R

Relaunch

Relaunch (engl. =Neustart, zusammengesetzt aus dem Präfix re=wieder bzw. neu und dem Nomen launch=Start) beschreibt die Einführung von direkt auf dem Vorgänger aufbauenden Nachfolgeprodukten, die meist dazu dienen soll, den abschwächenden Absatz im Reifestadium des Produktlebenszyklus zu stabilisieren (Erholung vom Rückgang) oder einem solchen vorzubeugen.

Ein Relaunch beinhaltet nicht die Neueinführung von neuen, innovativen Produkten, sondern die Substitution eines bereits bestehenden Produktes, das dem veränderten Kundengeschmack (z.B. Design), rechtlichen Ansprüchen, regionalspezifischen Besonderheiten u.ä. genügen soll.

Bei der grundlegenden Überarbeitung eines Webauftritts spricht man von einem Relaunch. Schwerpunkte solcher Web-Relaunchs sind die Überarbeitung und Neukonzeption von Inhalten der Website, die Orientierung an neuen technologisch-organisatorischen Aspekten sowie die grundständige Überarbeitung der visuellen Darbietung.

S

Satz

Als Satz bezeichnet man in der Druckerei den Arbeitsschritt, der durch ein technisches Verfahren aus einer Vorlage (einem Text) eine drucktaugliche Form herstellt. Auch das Produkt des Setzvorgangs selbst wird als „Satz“ bezeichnet.

Der Satz mit beweglichen Lettern wurde in Europa 1440 von Johannes Gutenberg neu erfunden, nachdem im Kaiserreich China diese Technik bereits in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts Anwendung gefunden hatte.

Suchmaschinen

Eine Suchmaschine ist ein Programm zur Recherche von Dokumenten, die in einem Computer oder einem Computernetzwerk wie z. B. dem WWW gespeichert sind. Internet-Suchmaschinen haben ihren Ursprung in Information-Retrieval-Systemen. Sie erstellen einen Schlüsselwort-Index für die Dokumentbasis, um Suchanfragen über Schlüsselwörter mit einer nach Relevanz geordneten Trefferliste zu beantworten. Nach Eingabe eines Suchbegriffs liefert eine Suchmaschine eine Liste von Verweisen auf möglicherweise relevante Dokumente, meistens dargestellt mit Titel und einem kurzen Auszug des jeweiligen Dokuments. Dabei können verschiedene Suchverfahren Anwendung finden.

T

Taschenbuch

Ein Taschenbuch (Englisch paperback oder auch softcover) ist ein kleinformatiges Buch mit weichem Einband. Es wird meist einige Zeit nach den höherwertigen fest (engl. „hardcover“) gebundenen Ausgaben veröffentlicht, ist für eine große Leserschaft bestimmt und aufgrund seiner meist einfachen Klebebindung vergleichsweise preiswert.

TYPOlight

TYPOlight ist ein 2004 in der Erstversion erschienenes Open-Source-Web-Content-Management-System für mittlere bis große Websites. Als noch sehr junges CMS-System erfreut sich TYPOlight eines schnell wachsenden Anwenderkreises.

Beim jährlichen Packt Publishing Award wurde TYPOlight 2007 in der Kategorie der vielversprechendsten Content Management Systeme nominiert und mit dem zweiten Rang ausgezeichnet.

W

Web-Engineering

Der Begriff Web-Engineering bezeichnet die Entwicklung von Webanwendungen, wie beispielsweise Portalsystemen, Shopping-Seiten oder anderen komplexe Websites. In der Regel ist Web-Engineering nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Fortentwicklung und Erweiterung von vormals erstellten Websites.

Die Ersteller und Entwickler von Webanwendungen werden auch Web-Entwickler genannt.

Webdesign

Webdesign (auch Webgestaltung) umfasst die Gestaltung, den Aufbau und die Nutzerführung von Websites für das WWW bzw. das Interface-Design in diesem Bereich.

Dabei werden in der Regel strukturierte Texte, die in XHTML bzw. HTML verfasst sind, samt ergänzenden Grafiken mit CSS formatiert. Der Webdesigner (Internetagentur) hat dabei die Aufgabe, die Wünsche des Auftraggebers, die Wünsche der Besucher und die technischen Möglichkeiten in Einklang zu bringen.